• Unsere neue Pfarrei 10/2016

    Unsere neue Pfarrei Herz Jesu Rostock

    „Herz Jesu", so heißt sie nun, unsere neue Großpfarrei.
    Sie besteht aus insgesamt 11.000 Katholiken und 14 Kirchen. Bei diesen Dimensionen ist es gut, eine „Zentrale" oder Mitte zu haben die Kraft gibt und alles andere stärkt und antreibt. Im menschlichen Körper übernimmt unter anderem das Herz diese Aufgabe. Es schlägt ungefähr 100.000 mal pro Tag und versorgt jede auch noch so weit entfernte Zelle mit Blut. Für uns als Katholische Pfarrgemeinde ist Jesus Christus die Mitte und die Begegnung mit ihm Quelle und Höhepunkt unseres Handelns. Jesus wird nicht selten mit einem Herzen dargestellt, auf das er zeigt. Oft ist über dem Herzen eine Flamme und um das Herz die Dornenkrone. Jesus "brennt für uns", seine Liebe ist wie helles Feuer, dass in unsere Herzen überspringen will. Er kennt uns und auch unsere dunklen Momente, Leiden und Ängste, hat er sie am Kreuz doch selbst durchlebt. In Jesus Christus wird spürbar: Gott hat ein Herz für uns Menschen. Er lässt uns nie allein, sondern begleitet uns in den hellen und dunklen Momenten unseres Lebens.
    Dafür stehen wir mit unserem Namen:

    Katholische Pfarrei Herz Jesu!

  • Wallfahrt 2017

    Jugendabend in Bad Doberan

    Am Vorabend der Pfarreiwallfahrt nach Doberan trafen sich 15 Jugendliche aus der Pfarrei Herz Jesu mit Kaplan Keiss im Gemeindezentrum der St.-Bernhard-Kirche in Bad Doberan. Im Auftrag der Kirchenzeitung mit dabei war auch Jan Niklas Capallo, der diesen Jugendabend tatkräftig unterstützte.
    Nach einem kurzen Kennenlernen ging es auch gleich ans gemeinsame Pizzabacken. Gut gestärkt setzten die Jugendlichen sich dann mit dem
    Wallfahrtsmotto „Herr erneuere Deine Kirche und fange bei mir an" auseinander. Hierzu kamen viele gute Beiträge und Gedanken zusammen. Abgerundet wurde der Abend vom Film „Das Streben nach Glück".
    Nach einer guten, wenn auch kurzen Nacht, ging es am nächsten Morgen zu Fuß, betend und singend in Richtung Doberaner Münster. Nach der Festlichen Hl. Messe mit dem Erzbischof berichteten die Jugendlichen während der Wallfahrtsstunde vom zuvor verbrachten Jugendabend.
    Als kleines Zeichen wurden zum Schluss Teelichter mit der Aufschrift „Ich bin das Licht der Welt" an alle Gläubigen im Münster verteilt, die die Jugendlichen am Vorabend gebastelt hatten. Für uns Christen ist es wichtig, Christus das Licht der Welt, niemals aus dem Blick zu verlieren. Mit ihm als Ziel vor Augen und als Wegbegleiter an unserer Seite können wir das Angesicht der Kirche und das Angesicht der Welt erneuern.

  • Neuer Pfarrer 10/2017

    Pfarrer Dietmar Wellenbrock

    Am 06. Oktober 2017 wurde Dietmar Wellenbrock von Dekan Stefan Krinke aus Schwerin in sein neues Amt als leitender Pfarrer der Pfarrei Herz Jesu Rostock in einem feierlichen Gottesdienst in der Christuskirche eingeführt.

    Ins Auge fiel das bunte, aus Afrika stammende Messgewand, welches Pfarrer Dietmar Wellenbrock trug. So bunt sei auch seine neue Pfarrei, stellte er fest. Dieses zeigte sich nicht nur in den Gottesdienstteilnehmern, sondern auch in der Musik, welche von klassischer Orgel- über Bläsermusik bis zum Chor- und Rapgesang reichte.

    Vertreter der Caritas, die Leiter der Schulen, der Rektor der Universität, Pastoren der evangelischen Nachbargemeinden und Gemeindemitglieder hießen den freudigen Pfarrer herzlich Willkommen und wünschten ihm Gottes Segen für sein neues Amt. Dabei überreichten sie ihm den Schlüssel für die vielen zu erschließenden Räume der Pfarrei.

    Anschließend wurde in den Räumen der Christuskirche zu einem Fest der Begegnung bei einem Sektempfang eingeladen.

    Wir wünschen unserem neuen Pfarrer auf seinen Wegen durch die Pfarrei Gottes Segen und weiterhin ein heiteres Gemüt!

    Ein erstes Grußwort und ein Interview lesen Sie im neuen „Gemeinde.Leben”

    Weitere Informationen:
    www.katholisch.de

    Artikel der Ostseezeitung vom 09.10.2017

    (Fotos: Cornelius Albrecht)

  • Romreise 10/2017

    Ökumenische Chorreise nach Rom

    Anlässlich des 500. Reformationsjubiläums reisten 57 Sängerinnen und Sänger des Chores der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Lichtenhagen Dorf, des Kinderchores unserer Christusgemeinde und unseres Kirchenchores vom 20.–27. Oktober gemeinsam in die ewige Stadt Rom. Mit im Gepäck hatten wir deutsche und lateinische Chorgesänge, die der Kantor und Reiseleiter Andreas Hain und unsere Chorleiter Werner und Doris Koch sorgfältig für diesen Anlass ausgewählt hatten. Unsere Unterkunft war die Casa la Salle, ein großes christliches Haus, mit einer schönen Gartenanlage und nur 3 U-Bahn-Stationen vom Vatikan entfernt. Nach dem täglichen gemeinsamen Frühstück machten wir uns in kleinen Gruppen auf den Weg in die Stadt, um Colosseum, Forum Romanum, Petersdom, die Spanische Treppe, den Trevi-Brunnen, die unzähligen Kirchen und die Straßen und Plätze zu erkunden, italienischen Kaffee und das leckere Eis zu genießen oder einfach nur das römische Flair auf uns wirken zu lassen. Zwei Mal täglich trafen sich alle, um an besonderen Orten z.B. an der spanischen Treppe, auf der Piazza Navona oder dem Piazza Martin Lutero gemeinsam zu singen bzw. in einer der vielen Ristorantes zu essen. Höhepunkte der Reise war natürlich die Papstaudienz auf dem gut gefüllten Petersplatz am Mittwoch und unser Konzert in der deutschsprachigen Gemeinde Santa Maria dell Anima. In einer so kunstvoll ausgestatteten Kirche mit einer so tollen Akustik gemeinsam singen zu dürfen, war für alle ein ganz besonderes Erlebnis! Auch die vier Papstbasiliken, die Lateranbasilika, der Petersdom, Sankt Paul vor den Mauern und Santa Maria Maggiore waren ein begehrtes Ziel. Manch einer nutzte sogar die freie Zeit, um bis nach Ostia Antica, der ursprünglichen Hafenstadt des antiken Rom zu fahren oder im Mittelmeer zu baden. Gemeinsam wurden wir durch die Kallixtus-Katakomben geführt, bevor wir erfüllt von den vielen Erlebnissen der Woche zum Flughafen fuhren, um den Heimweg anzutreten. Diese schöne Reise ohne Komplikationen und mit einem so wunderbar geduldigen Reiseführer wird uns noch lange in Erinnerung bleiben.
    (Birgit Weber)

  • Christuskirche Mozart-Requiem 11/2017

    Orchestrales Hochamt zu Christkönig in der Christuskirche

    (PS | RG) Zum Christkönigshochamt erklangen Teile aus dem Requiem von W. A. Mozart, aufgeführt durch Sänger und Sängerinnen aus verschiedenen Chören aus Biestow, Ribnitz-Damgarten und Bad Doberan (Marieberna), vor allem aber verstärkt durch Gesangsstudierende aus der HMT Rostock, die zusammen das Requiem in drei Probenwochenenden einstudiert haben. Die Solisten studieren an der HMT Gesang im Hauptfach.
    Das Orchester bestand ebenfalls aus Studierenden der HMT, verstärkt durch Gastmusiker (Bratsche und Posaune).
    Dirigiert und musikalisch geleitet wurde das Ensemble durch Herrn Georgij Munteanu. Die Idee einer Mitgestaltung eines Gottesdienstes entstand bei einem Glas Wein zusammen mit unserem Gemeindemitglied Peter Schädel; die liturgisch sinnvolle Auswahl dazu traf dann unser Kantor Werner Koch in Absprache mit Herrn Munteanu.
    Herr Koch interagierte per Orgel mit dem Ensemble und begleitete den Gemeindegesang.
    Der zelebrierende Kaplan Roland Keiss erwähnte zum Ende der Messe zu Recht, dass die musikalische Gestaltung zu Christkönig sehr würdig war.

    Der ursprüngliche Plan, das Werk mit dem Mariebernachor (Bad Doberan) aufzuführen, musste auf Grund der Komplexität und Schwierigkeit, die es an die Ausführenden richtet, auf wenige Teilnehmer des Mariebernachores reduziert werden. Ein Projektchor aus Mitgliedern mehrerer Chöre fand sich dabei zusammen. Innerhalb dieses Projektchores wurde dann der Gedanke, eine Liste von Sängern zu erstellen, die auch in Zukunft gerne wieder mitmusizieren, in die Tat umgesetzt.

    Der Kontakt zu Herrn Schädel entstand, als dieser eine Chorreise nach Süddeutschland plante und ihm Herr Munteanu empfohlen wurde. Er begleitete den Chor z.B. bei der Missa brevis in Es von Dubois und spielte noch weitere Werke auf der Orgel. Bei einem mitgestalteten Gottesdienst in Heiligkreuztal lernte Peter Schädel auch seine Mutter (Pianistin Irina Munteanu) und wenig später während der Proben zur Krönungsmesse von W.A. Mozart (welche im Sommer in der Rostocker Petrikirche aufgeführt wurde) auch seinen Vater (Violinprofessor Petru Munteanu) kennen. Es entstand ein freundschaftliches Verhältnis, welches auch musikalische Früchte trug: Am 06.01.2017 wurde zusammen mit Musikern aus der HMT in Kühlungsborn die Christkindlmesse von Ignaz Reimann im Gottesdienst gespielt, kurz zuvor gab es einen Konzertabend in der kath. Kirche St. Marien/St. Bernhard in Doberan mit den vier Jahreszeiten von Vivaldi und dem Stabat mater von Pergolesi.
    Herr Georgij Munteanu studiert -gerade erst 22 Jahre alt- an der HMT Piano (u.a. Prof. Will) und Dirigat und Chorleitung/Oratorieninterpretation (bei Prof. Göckeritz und Prof. Eschenburg/Prof. Langer).

    Eine Auswahl von kommenden Terminen:
    Mit Herrn Munteanu als Dirigent und denselben Studenten der HMT werden am 10.12. um 17.00 Uhr in der Kröpeliner und am 11.12. um 19.00 Uhr in der Biestower evangelischen Kirche aus dem Weihnachtsoratorium von J. S. Bach die Kantaten I, III, V und VI zu Gehör bringen.
    Das Weihnachtsoratorium von Camille Saint-Saëns wird am 02.12. um 17.00 Uhr in Gnoien und am 03.12. um 15.00 Uhr in Belitz zu hören sein, geleitet von Florian Sauer (HMT/Teterow).

  • Advent 2017

    Advent

    In wenigen Wochen ist Weihnachten. Ich weiß gar nicht, ob Sie sich danach schon fühlen? Ich zumindest benötige noch ein wenig Einstimmung auf das kommende Fest; – nur gut, dass es noch die Adventszeit gibt, die mich auf die Geburt Jesu einstimmen will. Die Adventszeit ist quasi die „Landebahn Gottes" und die Kerzen auf dem Adventskranz könnten so „Landebahnleuchten" sein. Jesus möchte bei uns „landen" und unser Leben bereichern! Ich weiß nun nicht, wie wichtig Ihnen dieses „Landen" ist – es ist auch eine ganz persönliche Beziehung und die darf auch ganz unterschiedlich gelebt werden. Wichtig, so denke ich, ist nur, dass ich mir ab und zu ein wenig Zeit nehme, darüber nachzudenken. Die Adventszeit ist ideal dafür! Ich biete Ihnen an, darüber gemeinsam nachzudenken und das können wir in den sogenannten Roratemessen und beim anschließenden gemeinsamen Frühstück tun. Auch die Adventsmusiken in unserer Pfarrei können dazu dienen. Das sind alles Möglichkeiten um aus dem vorweihnachtlichen „Stress" auszusteigen und Gott bei sich „landen" zu lassen! Ich wünsche Ihnen eine gesegnete Adventszeit!

    Ihr Pastor Dietmar Wellenbrock

  • Wirtschaftliche Tiefenprüfung 12/2017

    Ergebnisse der wirtschaftlichen Tiefenprüfung

    Die finanzielle Situation des Erzbistums Hamburg lässt ein „Weiter so" nicht mehr zu.

    Die Unternehmensberatung Ernst & Young (EY) ist daher mit einer wirtschaftlichen Tiefenprüfung beauftragt worden. Vom 1. September bis zum 8. Dezember 2017 haben 10 Berater und weitere Experten aus dem EY-Netzwerk mittelfristige Perspektiven für die wirtschaftliche Gesundung des Erzbistums Hamburg und mögliche Szenarien für Einsparungen erarbeitet.

    Die Ergebnisse der wirtschaftliche Tiefenprüfung von Ernst & Young sind nun auf der Homepage des Erzbistums abrufbar.

  • Neujahr 2018

    Neujahrsgruß 2018

    Liebe Besucher unserer Homepage!

    Zunächst wünsche ich Ihnen und Ihren Familien sowie Freunden alles erdenklich Gute und Gottes Segen für das heute begonnene Jahr 2018!

    Das alte Jahr 2017 ist vorüber und gefühlsmäßig ist es wie im Flug vorüber gegangen – für die meisten für uns war es vielleicht ein Jahr wie jedes andere auch ohne viele Höhepunkte.

    Für andere war es vielleicht ein Neuanfang: in Schule, Studium, Berufsausbildung oder anderes mehr. Andere sind vielleicht in den Ruhestand gegangen und mussten sich nun neu in ihrem Leben orientieren.
    2017 war sicherlich wie jedes Jahr ein Jahr mit Licht- und Schattenseiten für jeden einzelnen von uns.

    Und nun ein neues Jahr!

    Was wird dieses Jahr 2018 der Welt und mir ganz persönlich bringen?

    Der Wunsch dieses zu erfahren, ist sicherlich ganz menschlich...

    Liebe Besucher unserer Homepage,

    aber was erhoffen Sie sich ganz persönlich für das Jahr 2018?

    Vor mehr als 70 Jahren begann einer das neue Jahr mit folgenden Worten:

    "1.1.1945. Jesus. Diesen Namen des Herrn und meines Ordens will ich froh an den Anfang des neuen Jahres schreiben. Er besagt, was ich erbete, glaube und hoffe: die innere und äußere Erlösung." –

    Diese Worte sprach Pater Al­fred Delp - ein Mann, der dem Jesuitenorden angehörte; einen Monat später wurde er in Berlin-Plötzensee hin­gerichtet.

    Liebe Besucher,

    das neue Jahr wird sicherlich für die meisten für uns kein Wunderjahr, sondern es wird nach menschlichem Ermessen wieder Freude und Leid für uns bereithalten, Arbeit und Sorge, Werk-Tag und Feier-Tag.

    Aber und das ist immer wieder das Neue:
    wir müssen keine Angst vor dem Ungewissen, was da auf uns zukommt, haben, sondern ganz im Gegenteil wir können uns aus tiefstem Herzen darüber Freuen, dass wir in Gottes Liebe geborgen sind; und darum beginnen wir dieses Jahr im Namen Gottes, können über die­ses Jahr, wie Pater Alfred Delp es tat, schreiben:

    JESUS.

    Der Name „Jesus" bedeutet zu Deutsch: «Der Herr rettet« oder: «Gott ist Heil«.

    Jesus trägt diesen Namen nicht zufällig, so als könnte er auch einen ganz anderen Namen tragen; dieser Name ist vielmehr sein Lebenspro­gramm, ist sein Wesen; in seiner Person wird deutlich, wird spürbar:

    Gott ret­tet.
    In Gott ist Heil.
    Mitten im Unheil, in der Unrast, mitten in der Arbeit und mitten in den Sorgen unseres Lebens, mitten im Glück, das wir erleben dür­fen, mitten im Leid, durch das wir gehen müssen, ist Gott das Heil. Dürfen wir in ihm Vertrauen haben auch im Jahre 2018!

    Möge der Segen Gottes Sie dabei begleiten!

    Es grüßt Sie ganz herzlich

    Ihr Pastor
    Dietmar Wellenbrock

  • Unterstützungsaktion katholische Schulen Januar 2018

    Unterstützungsaktion für die katholischen Schulen in Mecklenburg

    In einem Schreiben bitten die Kirchenvorstände der Pfarrei Herz Jesu in Rostock, der Pfarrei St. Anna in Schwerin sowie der Pfarrei St. Helena/St. Andreas in Ludwigslust, die Mecklenburger Gemeinden um Unterstützung für die katholischen Schulstandorte in Mecklenburg. Wir sind besorgt um den Fortbestand der katholischen Schulen in Rostock, Schwerin und Ludwigslust.

    Insbesondere wird darum gebeten, sich an einer Unterschriftensammlung zu beteiligen:

    Schreiben der KVs "Katholische Schulen in Mecklenburg" zum Runterladen (pdf-Datei)

    Unterschriftenliste (pdf-Datei)

  • Pastoraler Orientierungsrahmen 02/2018

    Grundlage für Aufbruch und Ausrichtung

    Das Erzbistum Hamburg hat sich einen Pastoralen Orientierungsrahmen für die Erneuerung und Entwicklung des katholischen Lebens in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg gegeben. Erzbischof Stefan Heße schreibt dazu an die Katholiken:

    "Viele Gläubige aus unseren Diözesangremien, aus unseren Pastoralen Räumen, aus den Verbänden und Einrichtungen haben am Pastoralen Orientierungsrahmen mitgearbeitet. Ich möchte allen dafür ganz herzlich danken! Die Arbeit an diesem Rahmen hat zu zahlreichen Begegnungen und Glaubensgesprächen geführt und damit schon Erneuerung geatmet.

    Ich lade Sie ein, diesen Pastoralen Orientierungsrahmen zu lesen, zu diskutieren und zu leben: in Ihren Gemeinden und den Orten kirchlichen Lebens, in Ihren Verbänden, der Caritas, unseren Schulen und Kitas, ja möglichst in vielen Kreisen unseres weiten Erzbistums. Ich bin überzeugt, er ist eine wertvolle Grundlage für unseren Aufbruch und damit auch für die wirtschaftliche Ausrichtung in den nächsten Jahren."

    Der Pastorale Orientierungsrahmen als pdf

    Erzbischof Stefan Heße zum Pastoralen Orientierungsrahmen

  • Neue Gottesdienstordnung

    Unsere Pfarrei Herz Jesu gibt sich eine neue Gottesdienstordnung

    Der Pfarrpastoralrat unserer Pfarrei Herz Jesu hat auf seiner Sitzung am 22. Februar 2018 eine neue Gottesdienstordnung beschlossen. Diese „unpopulärere" Maßnahme war notwendig geworden, da in der letzten Zeit zwei unserer aktiven Priester erkrankt sind und es noch eine ganze Weile dauern wird, bis sie wieder einsatzfähig sind. An dieser Stelle wünschen wir von Herzen gute Besserung und baldige Genesung.
    Auch die nun ab 01. März 2018 geltende Gottesdienstordnung ist nur durchzuhalten, wenn die verbleibenden Priester gesund bleiben und von den noch aktiven Priestern im Ruhestand nach ihren eigenen Kräften unterstützt werden.
    In einigen Kirchen werden entfallende Eucharistiefeiern durch Wortgottesfeiern mit Kommunionausteilung ersetzt. Für viele ist diese Gottesdienstform neu. Wir freuen uns aber, wenn Sie, liebe Gemeinden, diese Form annehmen und somit die christliche Gemeinschaft stärken.
    Eine Übersicht über alle Gottesdienste in unserer Pfarrei finden Sie hier.

  • Faschingsnachlese 2018

    Faschingsnachlese

    Die alljährliche Faschingsveranstaltung der Pfarrei Herz Jesu stand in diesem unter dem Thema „Von Kaufmännern und Koggen". Mit über 150 Teilnehmern der Christusgemeinde, aber auch aus St. Josef und St. Thomas Morus fand der Abend auf einem vergleichbaren Besucherniveau wie im vergangenen Jahr statt. Mägde, Seefahrer, Piraten und Kaufleute, sie alle kamen am 27. Januar in die Räume des Gemeindezentrums der Christuskirche um in heiter-geselliger Atmosphäre die Narrenzeit zu begehen.
    Nach vielen Jahren konnte Herr Bernd Oelschlägel wieder als Büttenredner für die Veranstaltung gewonnen werden. Mit pointierten Sprüchen stimmte er seine Zuhörer auf den Abend ein. Ergänzt wurde das Programm vom „marode Bistum" vertreten durch unseren Kaplan Roland Keiss, Herrn Robert Groß, der die Digitalisierung des Glaubenslebens ganz konkret für unsere Pfarrei ausführlich darstellte, der Gruppe Musaik, die Jugend und viele andere trugen mit ihren Darbietungen zu einem vielseitigen Abend bei. Die Veranstalter danken allen Beteiligten für Ihr Engagement.
    Musikalisch wurde der Fasching erstmalig von Herrn Markus Dupke begleitet. Er sorgte der mit seiner Liedauswahl für reichlich Stimmung. Live-Musik gab es „traditionell" von der Hausmeisterband, die zum Tanzen und Mitsingen einlud.
    Die Organisatoren ziehen eine überwiegend positive Bilanz der diesjährigen Veranstaltung. „Wir schließen den Fasching mit einem kleinen Überschuss ab. Dieser wird für die Realisierung neuer Ideen für kommende Veranstaltungen verwendet.", stellt Veranstalterin Cornelia Hinkfoth zufrieden fest. „Wir werden den Gemeindefasching mit neuen Formaten weiterentwickeln.", ergänzt Christoph Hammer. Zusammen mit Sunna Hollmann haben sie alle den Faschingsabend für das kommende Jahr bereits in den Blick genommen. Der Termin steht mit dem 23.02.2019 bereits fest.

  • Ostern 2018

    Gottesdienste in der Karwoche und der Osterzeit

    Ihnen, liebe Gemeinde und liebe Gäste, einen lieben Gruß!

    In wenigen Tagen feiern wir wieder Ostern – das Fest der Auferstehung! Als Christen leben wir von diesem Ereignis her! Ohne die Erfahrung der Jünger und Freunde Jesu von der Auferstehung ihres HERRN würde es uns so heute nicht geben! Daher ist für uns als Christen Ostern der Dreh- und Angelpunkt unseres Lebens und damit auch unserer Hoffnung!

    Mit der Verurteilung und Kreuzigung Jesu brach aber zunächst für die Jünger und Freunde Jesu eine Zeit der Verunsicherung ein, die von ihnen viel abverlangte und somit auch ein schmerzlicher Einschnitt war! Immer wieder erleben wir für uns Einschnitte in unserem Leben – auf privater Ebene, gesellschaftlicher Ebene aber auch im kirchlichen Bereich! Jetzt gerade erleben wir das in unserer Pfarrei mit der neuen sogenannten Gottesdienstordnung, die regelt wie viele und an welchen Orten wir Gottesdienste feiern. Liebgewonnenes muss aufgegeben werden, weil Situationen entstanden sind, die ein „Weiter so" so nicht mehr möglich machen. 
    Das sind schmerzliche Einschnitte, Erfahrung von Verlust, Erfahrungen, die auch die Jünger Jesu erlebten – aber sie erlebten dann auch Ostern! Unser Osterglaube macht uns Mut immer wieder aufzubrechen und in der jeweiligen Zeit diesen Glauben vielfältig zu leben, dabei müssen wir manchmal Liebgewonnenes aufgeben und neue Wege gehen, die uns zum jetzigen Zeitpunkt vielleicht nicht als guter Weg erscheinen. 

    Ich werbe um Verständnis und um Aufbruch – dieser Aufbruch gilt halt auch wortwörtlich für uns hier in der Stadt Rostock, wo die Wege zueinander noch einmal andere sind als in der Fläche unserer Pfarrei.
    Gott behüte und begleite uns dabei!
    Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien eine gesegnete Osterzeit,

    Ihr Pfarrer Dietmar Wellenbrock

  • Theologenband im Gottesdienst 4/18

    Erfurter Theologenband am 15.4. in der Christuskirche

    Sie standen immer mit „einem Bein im Gefängnis“ und verstanden es aus der Not eine Tugend zu machen. Mit Improvisationstalent und viel Spaß an gemeinsamem Singen und Spielen ging die „Erfurter Theologenband“ seit ihrer Gründung im Jahre 1970 ihren unkonventionellen Weg als eine „Band, die es eigentlich nicht gab“!

    In der damaligen „DDR" gab es eine einzige Ausbildungsstätte für katholische Priester, das Katholische Priesterseminar in Erfurt. Dem angeschlossen war das Philosophisch-Theologische Studium als Hochschule. Dort studierten die Kandidaten aus allen Jurisdiktionsbezirken, die Priester werden wollten. Um in Erfurt studieren zu können, musste man das Abitur mit großem Latinum und großen Graecum nachweisen, also den Abschluss in Latein und Griechisch. Da es aber für Jungen, die Priester werden wollten, immer schwieriger wurde, Abitur an einer „Erweiterten Oberschule“ zu machen, zumal es kaum noch möglich war, dort Latein und Griechisch zu lernen, wurden schon 1953/54 innerkirchliche „Vorseminare“ eingerichtet, in denen diese das humanistische Abitur erwerben konnten. Das waren das Bischöfliche Vorseminar Schöneiche bei Berlin für Abgänger der achten Klasse und das Norbertuswerk in Magdeburg für so genannte Spätberufene. Nach Abschluss des akademischen Studiums in Erfurt folgte dann ihre pastorale Ausbildung in Neuzelle bei Eisenhüttenstadt oder auf der Huysburg bei Halberstadt. All diese Einrichtungen, also auch dieses Studium standen außerhalb des normalen DDR-Hochschulwesens und wurden deshalb immer mit Argusaugen überwacht. Nachlesen kann man all das in dem lesenswerten Buch von J. Pilvousek: „Theologische Ausbildung und gesellschaftliche Umbrüche“, Leipzig 2002. Oft genug stand man auch vor der Schließung durch die Stasi, die immer gerade noch abgewendet werden konnte. Trotzdem wurde auch ein reiches „kulturelles Leben“ in diesen Einrichtungen und unter den Theologen gepflegt. Haus-Chor, „Russenchor“ für ostkirchliche Liturgische Gesänge, mehrere Scholen, ein kleines Kammerorchester, eine Bläsergruppe und anderes mehr gab es da. Zweimal im Jahr wurde ein so genannter „Hausmusikabend“ veranstaltet, in dem die Studenten ihr musikalisches Leben der Stadt Erfurt vorführten. Ab 1970 formierte sich auch die sogenannte Theologenband, die dann bis zirka 1978 mit verschiedenen Besetzungen spielte.

    DDR-typisch ging so etwas natürlich nicht ohne einige Schwierigkeiten. Wie alles andere unterlag auch das musikalische Leben in der DDR strengen Reglements. Nach gesetzlicher Vorschrift durften westliche Titel nur zu 40 % gespielt werden, und auch nur dann, wenn sie in der DDR verlegt worden waren. Letztlich war die „Westmusik“ nach DDR-Lesart „illegaler Import von westlich-dekadentem Kulturgut“ und eigentlich strafbar. Deshalb mussten mindestens 60 % DDR-Schlager gespielt werden. Außerdem hatte jede Kapelle vor dem Auftritt bei der Abteilung Kultur des Rates des Kreises eine Liste vorzulegen, auf welcher alle Titel aufgeführt waren, die gespielt werden sollten. In der Regel waren auch immer Aufpasser zugegen, die überwachten, dass auch ja nichts anderes gespielt wurde als das, was auf dieser Liste stand. Trotzdem spielten auch offiziell zugelassene Kapellen andere, westliche Musik, die nicht auf der eingereichten Liste stand. Kapellen, die eine Spielerlaubnis haben wollten, mussten bei der Abteilung Kultur des Rates des Kreises regelmäßig antanzen, um „eingestuft“ zu werden und diese Spielerlaubnis zu bekommen beziehungsweise zu behalten. Unter solchen Umständen war es für die Band der Theologiestudenten nicht ganz einfach, außerhalb des Seminars zu musizieren. Einstufungen im beschriebenen Sinn kamen für sie nicht in Frage, und so spielte sich ihr Wirken immer mit einem Bein vor Gericht ab. Deshalb konnten sie in der Regel auch immer nur in Pfarreien oder Kirchen auftreten, und selbst das war als „Ordnungswidrigkeit“ strafbar. Trotzdem waren viele Eichsfeldgemeinden quasi Stammkunden, wo die Band immer wieder spielte. Bei Jugendbekenntnistagen, bei „Tagen der Begegnung“ oder „Kirmesmessen in Heiligenstadt waren sie Stammgäste, bei Landjugendsonntagen, bei Studentengemeinden-Patronatsfesten, bei Ge-meindetagen der Diözesan-Theologenfraktionen, bei sogenannten „Eichsfeldtouren" in den Winter-Semesterferien, in den Sommer-Semesterferien die sogenannten „Mecklenburg-Touren", bei den Ministrantentagen, überall war die Theologenband dabei und sorgte für musikalische Umrahmung und Gestaltung. Im Laufe der Zeit hatte sich die Theologen-Band ein recht umfangreiches Repertoire erworben. Von Beatles, Santana, Deep Purple und so weiter über „Neue geistliche Lieder“, auch „Beatmessen“ genannt, über vierstimmigen Chorgesang bis Blasmusik, all das war möglich, weil fast alle Mitglieder mehrere Instrumente spielten. Die meisten Arrangements schrieb Heribert Jünemann in stundenlanger Arbeit selbst, da für die Musik keine Noten zu kaufen waren. Andere Arrangements schrieb Andreas Wagner, einige auch Reinhard Kotitschke. Wie bei vielen anderen Dingen in der DDR spielte auch in der Band-Tätigkeit das „Vitamin B“ eine große Rolle, denn nur so war es der Band überhaupt möglich zu spielen.


    So gestalteten die Musiker in verschiedenen Gemeinden Kindernachmittage oder Seniorenvormittage, Jugendabende mit Beat-, Rock- und Popmusik, Meditationsabende sowie Eucharistiefeiern mit eben diesen „Neuen geistlichen Liedern“, das Ganze mit acht Leuten und – wie man heute so schön sagt – ehrenamtlich. Ein großes Glück war, dass die Theologenband einen in ihren Reihen hatte, den sie stets vorstellte als den „Mann, der den Lötkolben spielt“. Er stammte aus einer Kaufmannsfamilie und konnte handeln in jeder Hinsicht. Wenn es Autos zum Transport zu organisieren gab, besorgte er sie, wenn Musiktechnik fehlte, fand er einen Weg, wenn etwas kaputt war, reparierte er es an Ort und Stelle. Dieser Mann war wirklich ein Segen, und ohne ihn wäre das meiste nicht möglich gewesen. Die Band hat zwar niemals etwas verdient, aber auch nie Schulden gehabt. Auch das war der Verdienst dieses Mannes und es war erstaunlich, was alles möglich war und wie es funktionierte. Zum Beispiel kostete die billigste verwendbare Elektronenorgel, die es damals in der DDR gab, ca. 4500 Ostmark. Deshalb machte sich der "Mann, der den Lötkolben spielt", eines Tages auf und ging zum Finanzreferenten des Bischöflichen Amtes in Erfurt. Dem machte er klar, dass die Theologenband seit Jahren nur bei „Kirchens und immer unentgeltlich“ spielte und entlockte ihm auf diese Weise ganze 1500 Ostmark. Für den Finanzreferenten und für die Musiker war das viel Geld, aber für die Elektronenorgel war es nur ein Drittel. Der Rest kam dann von einem ehemaligen Gitarristen, der es vorstreckte und nach Auflösung der Band die Orgel behalten durfte. Da es die Band offiziell nicht gab, konnte es immer wieder passieren, dass da, wo gespielt wurde, plötzlich ein Polizist im Raum stand, so z. B. in Erfurt/St. Severi und Schwerin. Natürlich wusste die Stasi, dass es die Band gab. Aber zunächst mal „war alles erlaubt, was nicht ausdrücklich verboten“ war, und kirchliche Räume hatten eine Art Narrenfreiheit. In solch einem Fall blieb jedoch nur eins: Den Polizisten mit Verweis auf das Hausrecht zu bitten, mit einem Durchsuchungsbefehl wieder zu kommen. Meistens hatte es sich damit erledigt, aber trotzdem standen dadurch die Bandmitglieder mehr als nur einmal bei ihren Auftritten „mit einem Bein vor Gericht“, schließlich hatten sie offensichtlich gegen geltendes Recht verstoßen. Als die letzten der Theologenbandmitglieder ihre Examina abgelegt und das Seminar in Erfurt verlassen hatten, hörte die Gruppe offiziell auf zu existieren.

    Was ist aus den Mitgliedern geworden? Vier Mitglieder sind Priester geworden, ein Saxophonist und Sänger ist heute Pfarrer in Meiningen. Der erste Trompeter ist Pfarrer in Freiberg im Erzgebirge. Ein Keyboarder wirkt als Pfarrer im Schwedt. Ein Keyboarder, Gitarrist, Bassist, Sänger und Arrangeur beendete das Studium schon 1973, studierte danach Kirchenmusik und wirkt im Bischöflichen Amt in Schwerin und ist mittlerweile, da der Älteste, in Rente. Ein Arrangeur, Bassist, Saxophonist, Klarinettist und Sänger ist Gemeindereferent und Kirchenmusiker in Berlin. Der Schlagzeuger arbeitete als Sozialarbeiter bei der Caritas im Emsland, in den niedersächsischen Justizvollzugsanstalten und ist bereits in Rente. Der Bandleader, Bassist, Keyboarder, Posaunist, Tenorhornbläser und Arrangeur ist heute Pfarrer in Bruchköbel bei Hanau/ Hessen. Ein weiterer Gitarrist lebt in Erfurt und betreibt dort einen kleinen Laden. Der „Mann, der den Lötkolben spielte“, konnte nach Abbruch des Studiums durch Vermittlung seines Onkels an ein Ingenieurstudium gelangen. Er arbeitete als Elektroniker und betreibt, obwohl bereits in Rente, noch eine kleine, sehr gefragte Beschallungs- und Tontechnikfirma in Struth (Eichsfeld). Im Jahre 1999 hatte er die Idee, in Struth, seinem Heimatort, ein Bandtreffen zu veranstalten, mehr als 20 Jahre nach Ende der Band. Dieses fand dann im Frühjahr 2000 statt. Es war großartig zu erleben, wie alle auch nach so vielen Jahren noch bestens aufeinander eingespielt waren und miteinander singen und spielen konnten, als gäbe es die vielen Jahre der Trennung nicht. Dort wurde dann beschlossen, sich künftig alle 2–3 Jahre zu treffen. Ergebnis dieser Übereinkunft war, dass die Band sich mittlerweile jedes Jahr trifft.

    Und so haben sie in den letzten Jahren viele der Gemeinden besucht, in denen sie in den siebziger Jahren Gottesdienste, Gemeindewochenenden mit Kindernachmittagen, Jugendabenden, Andachten etc. mit ihrer Musik und ihrem Engagement gestalteten. Neben diesen persönlichen Wiedersehenstreffen ist es ihnen wichtig, mindestens einen Gottesdienst musikalisch zu gestalten, natürlich mit einer „Beatmesse“ aus den siebziger Jahren.

    Am 15. April 2018 geht es nach Rostock in die Christusgemeinde und es ist geplant, in den beiden Sonntagsgottesdiensten um 9.00 und 10.30 Uhr zu spielen.

    Pfr. Matthias Kucklick
    Pfr. Martin Montag
    Jürgen Schulz
    Albert Hunstock
    Pfr. Heribert Jünemann
    Pfr. Matthias Kocner
    Reinhard Kotitschke
    Andreas Wagner
    Johannes Flechs

  • Stadtkirchentag in Rostock zum 800-jährigen Stadtjubiläum

    Stadtkirchentag am 30.6. in Rostock

    In diesem Jahr feiert die Hansestadt Rostock ihr 800-jähriges Stadtjubiläum. Darum findet ein ökumenischer Stadtkirchentag unter dem Thema „Sehnsucht nach Mehr" am 30. Juni 2018 von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr auf dem Neuen Markt und in verschiedenen kirchlichen und städtischen Räumen statt. Veranstalter des Stadtkirchentages sind die evangelisch-lutherischen, die freikirchlichen und die katholischen Gemeinden der Hansestadt.

    Am Vorabend der Veranstaltung, am 29.06.2018, findet ab 19 Uhr in unserer Christuskirche ein Konzert des christlichen Singer-Songwriters Samuel Harfst statt. Der Samstag beginnt dann auf einer großen Bühne auf dem Neuen Markt mit einem Eröffnungsgottesdienst. Am Nachmittag werden die Kirchengemeinden mit Kaffee und Kuchen die Gäste erfreuen. In Bibelarbeiten, Diskussionsforen, Workshops und Gottesdiensten soll es an diesem Tag um die Sinnfragen des Lebens gehen. Der Kirchentag endet um 17.00 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst auf dem Neuen Markt.

    Weitere Informationen finden Sie auf: www.christeninrostock.de.
    Wir freuen uns auf den Ökumenischen Stadtkirchentag mit Ihnen und grüßen herzlich
    aus dem Vorbereitungsteam,
    Christina Innemann
    (innemann@herz-jesu-rostock.de, Tel. 0151 54013144)

  • Ökumenischer Tag der Schöpfung

    Ökumenischer Tag der Schöpfung in Starkow

    Die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland lädt ganz herzlich zur bundesweiten ökumenischen Feier am 07. September 2018 nach Starkow ein. Der diesjährige ökumenische Tag der Schöpfung steht unter dem Motto „Von meinen Früchten könnt ihr leben". Gemeinsam feiern wir die Schöpfung, loben den Schöpfer und werden uns der Verantwortung für alles Geschaffene neu bewusst.
    13.30 Uhr: Begrüßung und Eröffnung
    13.45 Uhr: Markt der Möglichkeiten, Wissenwertes und Unterhaltsames zum Thema
    ARTENVIEFALT
    15.15 Uhr: Konzerte mit „Seeside" Greifswald und dem Chor aus Velgast,
    16.00 Uhr: Bläsermusik mit anschließendem Gottesdienst im Garten
    18.00 Uhr: Festvortrag mit Prof. Dr. Michael Succow „Teil sein im ökologisch gebauten Haus Erde"

    Weitere Informationen unter www.starkow.net

  • Mitarbeiter, Stellen, Pastor

    Neue Mitarbeiter in unserer Pfarrei

    Ab dem 1. Oktober nimmt Pastor Norbert Tober seinen Dienst als Tourismusseelsorger in unserer Pfarrei auf. 
    Gleichzeitig beginnt Frau Kerstin Hartinger ihre Tätigkeit als neue Verwaltungskoordinatorin in unserer Pfarrei. 
    Ein herzliches Dankeschön sagen wir Frau Bibiana Drews, die bisher diesen Dienst tat, für ihre Arbeit seit dem Beginn des Prozesses zum Pastoralen Raum. 
    Als Gemeindesekretärin mit den Schwerpunkten in den Gemeindebüros St. Thomas Morus in Rostock-Evershagen und St. Marien/St. Bernhard in Bad Doberan wird Frau Claudia Linder ab dem 1. Oktober tätig sein. 
    Wir heißen alle herzlich willkommen und wünschen Gottes Segen für ihre Arbeit.

  • Leuchtfeuer

    Leuchtfeuermessen in der Christuskirche

    Jesus bezeichnet sich selbst als das Licht der Welt. (Joh 8,12)

    Diesem Licht sollen wir folgen, von diesem Licht sollen wir uns anstrahlen lassen, in diesem Licht sollen wir leben um Jesus immer ähnlicher zu werden und selbst Licht für die Welt sein zu können.

    Ihr seid das Licht der Welt. Eine Stadt, die auf einem Berg liegt, kann nicht verborgen bleiben. Man zündet auch nicht ein Licht an und stülpt ein Gefäß darüber, sondern man stellt es auf den Leuchter; dann leuchtet es allen im Haus. (Mt 5, 14-15)

    "leuchtfeuer" ist ein Projekt, das daran erinnern möchte. Die Feier der Eucharistie, der Lobpreis Gottes und seine Anbetung, Neue Geistliche Lieder, Beleuchtung der Kirche und die Möglichkeit des persönlichen Segensgebetes wollen das Licht Jesu, seine Gegenwart spürbar machen.

    Nähere Infos gibt bei Kaplan Keiss oder per Mail unter leuchtfeuer@herz-jesu-rostock.de.

  • Pfarrfest, Pfarreifest, Gründungsjubiläum

    Rückschau: Pfarrfest 2018

    Nach mehreren Jahren der Vorbereitungszeit wurde am 30.10.2016 die neue Pfarrei Herz Jesu im Pastoralen Raum Rostock gegründet. Nun nach 2 Jahren trafen wir uns wieder zu einem großen Pfarreifest.
    Mit dabei sind die Gemeinden aus Rostock, Bad Doberan, Ribnitz-Damgarten und Tessin mit all ihren Standorten. Zusammen sind wir stark.
    Es ging um 11 Uhr los mit einer Hl. Messe, die sehr würdig war. Besonders durch die Musikbegleitung wurde es sehr feierlich.
    Das Wetter war sonnig, sodass man das Mittagessen auf dem Kirchenvorplatz einnehmen konnte und auch die Möglichkeit hatte, mit einigen Menschen ins Gespräch zu kommen.
    Im Kreuzgang war die Gelegenheit, sich anhand von Plakaten über die einzelnen Gemeinden zu informieren. Im Vorraum wurde Kreatives angeboten. Zur bunten Stunde ging es dann wieder in die Kirche. Dort wurden Musik, Texte und Sketche zum Besten gebracht. Danach traf man sich bei Kaffee und Kuchen. Den Abschluss bildete eine Dankandacht mit Chormusik.
    Allen die durch Ihre Vorbereitung an diesem schönen Fest beteiligt waren ein herzliches Dankeschön. Bevor ich abschließe, möchte ich Ihnen noch ein Wort von Herrn Bader zum Ende unseres Sketches mit auf den Weg geben. Wir sollten uns gegenseitig helfen, neue Wege zu gehen und den Auftrag Gottes erfüllen, die Frohe Botschaft zum Blühen und Wachsen zu bringen.
    In diesem Sinne allen eine schöne Zeit.

    Herzlichst, Hiltrud Lübken

  • Spende an den Internationalen Bund 11/18

    Spende an den Internationalen Bund

    Große Freude beim Internationalen Bund (IB) in Kröpelin. 

    Am 29. November hat der Frauenkreis der katholischen Kirche den größten Teil des Erlöses eines Flohmarkts an Frau Warnke vom IB überreicht, und zwar 1.000 €.
    Die Übergabe fand im Rahmen einer Dankesfeier für die Sponsoren des IB statt.
    Motiviert durch einen ähnlichen Erfolg 2017 hat die Hauptinitiatorin, Frau Hiltrud Lübken auch für 2018 ein starkes Team gefunden, das sich um zahlreiche Aufgaben zur Durchführung des Flohmarktes gekümmert hat. Besonders zu erwähnen ist der tatkräftige Einsatz von Frau Steffi Huber, die sich schon seit Jahren für karitative Zwecke einsetzt.
    Zur Vorbereitung gehörte die Beschaffung von geeigneten Flohmarktartikeln, der Einkauf von Lebensmitteln, Werbung, Plakate, das Backen von Kuchen etc.
    Zahlreiche Spender stellten Kleidung, Bücher, Schmuck, Dekoartikel, Spielsachen und vieles mehr zur Verfügung.
    Das Vorhaben wurde durch die katholischen Kirche unterstützt, die z. B. den Gemeinderaum mit all seinen Vorzügen (Küche, großer Saal mit Inventar, Barrierefreiheit etc.) zur Verfügung stellte. Zum großen Erfolg hat sicherlich auch die prominente Lage in der Nähe der Seebrücke beigetragen.
    Insgesamt wurde ein Erlös in Höhe von 1.504,20 € erzielt, womit das Ergebnis von 2017 (ca. 800 €) fast verdoppelt wurde. Der Betrag wird in vollem Umfang für karitative Zwecke eingesetzt.
    Frau Katrin Stracke hat dafür gesorgt, dass die nicht verkauften Sachen ebenfalls für einen guten Zweck verwendet werden, nämlich für die Tafel in Bad Doberan.
    Das Team bedankt sich für alle Spenden und die tatkräftige Unterstützung.

    (Foto v. li. n. re. Frau Huber, Frau Melzer, Frau Bender, Frau Lübken, Frau Warnke vom IB)

  • Bonibus, Bulli, Bonfatiuswerk

    Rapsgelber BONI-Bus für Rostock

    Zum vierten Mal in diesem Jahr hat das Bonifatiuswerk der deutschen Katholiken in Paderborn BONI-Busse an katholische Kirchengemeinden vergeben. Die katholische Kirchengemeinde Herz Jesu in Rostock erhielt ihren dritten rapsgelben VW-Bus. „In der größten Pfarrei Mecklenburg-Vorpommerns geht ohne BONI-Busse gar nichts", erklärt Pfarrer Dietmar Wellenbrock bei der Übergabe der Fahrzeuge. „Die Ost-West-Ausdehnung unserer Gemeinde beträgt 130 Kilometer, die Nord-Süd-Ausdehnung 50 Kilometer. Wir brauchen die Fahrzeuge als Kirchbusse für die Senioren, die Kindertagesstätten, die Arbeit mit Jugendlichen und so weiter."
    „Mir ist eine Beule am BONI-Bus lieber, als ein unbenutzter BONI-Bus in der Garage der Pfarrei. Ich ermutige Sie, den gelben Bus gut und vielfältig zu nutzen", sagte Thomas Twents, Leiter Projektverwaltung im Bonifatiuswerk, den neuen BONI-Bus-Besitzern. Damit verwies er augenzwinkernd auf die berühmt gewordene Aussage von Papst Franziskus „Mir ist eine verbeulte Kirche, die verletzt und beschmutzt ist, weil sie auf die Straßen hinausgegangen ist, lieber, als eine Kirche, die aufgrund ihrer Verschlossenheit und ihrer Bequemlichkeit... krank ist. (Apostolisches Schreiben Evangelii gaudium Nr. 49)
    Das Bonifatiuswerk unterstützt die Anschaffung eines BONI-Busses mit zwei Dritteln der Anschaffungskosten. Sie werden eingesetzt in Gebieten, wo nur wenig katholische Christen leben und große Entfernungen zu überbrücken sind.

    Thomas Twents (v. l.), Pfr. Dietmar Wellenbrock, Bernd Oelschlägel. Foto: Sr. Theresita M. Müller

  • Ministranten, Minis, Messdiener

    Ministrantenolympiade

    Am 30.11.2018 sind ab 18.00 Uhr alle Ministranten unserer Pfarrei zu einer Ministrantenolympiade in die Räume der Christuskirche eingeladen. Bei Wettkämpfen, Spielen, Quiz und Lagerfeuer wollen wir die Gemeinschaft stärken, uns weiter kennenlernen und eine schöne Zeit miteinander verbringen. Nähere Informationen auf dem Plakat im Kirchenvorraum. Anmeldungen bitte über Kaplan Keiss.

    Bild: Markus G. Grimm, In: Pfarrbriefservice.de

  • Horst Eberlein

    Das Forum: Lebenswege Weihbischof Horst Eberlein

    Wenn andere in Rente gehen, übernimmt er noch einmal große Verantwortung: Weihbischof Horst Eberlein. Geschichten aus seinem Lebensweg.

    Das Interview vom 11.12.2018 aus der Sendung "Das Forum - Hintergrundberichte aus MV" von NDR 1 Radio MV zum Nachhören.

  • Wein, Pfarreiwein, Büttner

    Pfarreiwein von Feliks Büttner gestaltet

    Unser Pfarreiwein ist da. Der bekannte Rostocker Künstler Feliks Büttner hat dazu das Etikett entworfen. Der trockene, italienische Rotwein wurde aus Corvina- und Rondinella-Trauben gekeltert. Die Flasche zu 6,50 € ist im Pfarrbüro erhältlich.

  • Statistik, Zahlen 2018

    Etwas Statistik

    Im Jahr 2018 wurden 63 Kinder und 2 Erwachsene getauft (Im Vergleich 2017: 55 Kinder/3 Erwachsene). 20 Taufbewerber erhielten das Sakrament der Taufe in anderen Pfarreien (2017: 11 Taufen in anderen Pfarreien).

    Zur Erstkommunion gingen 97 Kinder, 2 Jugendliche und 2 Erwachsene (2017: 53 Kinder/4 Erwachsene), 37 Jugendliche und 4 Erwachsene ließen sich firmen (2017: Firmungen: 63 Jugendliche/4 Erwachsene).

    24 Paare wurden 2018 innerhalb und 20 Paare außerhalb unserer Pfarrei getraut (2017: 12 innerhalb/12 außerhalb der Pfarrei).

    Sechs Gläubige konvertierten zur katholischen Konfession (2017: 1 Konversion) und ein Pfarreimitglied wurde wieder in die Kirchengemeinschaft aufgenommen (2017: 3 Wiederaufnahmen).

    56 Verstorbene wurden im vergangenen Jahr beerdigt (2017: 93 Beerdigungen) und 157 Menschen sind aus der Kirche ausgetreten (2017: 157 Austritte).

    Die Zahl der Gottesdienstteilnehmer stieg bei den beiden Sonntagen mit Besucherzählung leicht von durchschnittlich 1521 im Jahr 2017 auf 1556 im Jahr 2018.

  • Faschig, Karneval

    Pfarreifasching am 23.02.

    Am Samstag, den 23. Februar ist wieder Kostümzeit in der Christuskirche. Der jährliche Faschingsabend steht an. In diesem Jahr rufen wir das Motto "Arbeitest Du noch, oder feierst Du schon?" aus. Wir laden Sie ein, in Ihr liebstes "Berufskostüm" zu springen und mit allen einen geselligen Gemeindeabend bei Musik und Tanz und mit Spaß und Spiel zu verbringen. Beginn ist 19.00 Uhr. Für eine Eintrittskarte erbitten wir 5 € (Abendkasse oder Vorverkauf).
    Sie möchten einen Beitrag zum Programm beisteuern? Trauen Sie sich und sprechen Sie dazu das Gemeindeteam an. Wir freuen uns auf Ihre Beiträge!
    In diesem Jahr kommen auch unsere Jüngsten auf ihre Kosten. Am Sonntag, den 24. Februar findet am Vormittag ein Kinderfasching statt. Kinder, lasst euch überraschen!

    Grüße aus der fünften Jahreszeit,
    Der Elferrat

  • Ansgar-Medaille Prof. Dr. Wolfgang Schareck

    Ansgar-Medaille für Prof. Dr. Wolfgang Schareck

    Mit einem Pontifikalamt am Hochfest des hl. Ansgar, dem Patronatsfest des Erzbistums Hamburg,  wurde am Sonntag, den 3. Februar um 10.00 Uhr im St.-Marien-Dom Hamburg die diesjährige Ansgarwoche eröffnet. Im Rahmen des Gottesdienstes wurde auch die Ansgar-Medaille – die Verdienstmedaille des Erzbistums Hamburg – verliehen. Geehrt wurden Prof. Dr. Wolfgang Schareck aus Rostock und Tobias Klodwig aus Münster. Im Namen des Metropolitankapitels wird Dompropst Franz-Peter Spiza die Ehrung vornehmen.

    Der Mediziner Wolfgang Schareck ist Rektor der Universität Rostock. Seit Jahren engagiert er sich ehrenamtlich in der Bildungsarbeit der katholischen Kirche in Mecklenburg. „Darüber hinaus hat sich Prof. Schareck immer wieder aus christlicher Sicht zu ethischen Fragen der Transplantationsmedizin und Organspende zu Wort gemeldet und im Dialog mit vielen anderen nach Antworten gesucht", so Dompropst Spiza. 

    (aus https://www.mariendomhamburg.de/pontifikalamt-zur-eroeffnung-der-ansgarwoche/)

  • Pontifikalrequiem und Beisetzung für Pfarrer Siemetzki

    Pontifikalrequiem und Beisetzung für Pfarrer i. R. Nikolaus Siemetzki

    Das Pontifikalrequiem für den verstorbenen Pfarrer i. R. Nikolaus Siemetzki findet am Samstag, 2. März 2019 um 10.00 Uhr in der Christuskirche, Häktweg 4–6, 18057 Rostock mit Erzbischof Dr. Stefan Heße statt.

    Anschließend findet die Beisetzung auf dem Neuen Friedhof, Satower Straße 136, 18059 Rostock, um 12.00 Uhr statt.

    Nähere Informationen entnehmen Sie der Todesanzeige.

  • Fastenimpulse 2019

    Fastenimpulse 2019 zum Nachlesen

    Die beiden diesjährigen Fastenimpulse können Sie hier noch einmal nachlesen. Herr Prof. Dr. Arndt Rolfs sprach zum Thema „Christlich geprägte Bioethik im Zeichen der social media? –
    Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten" (Deut 5, 20) und Herr Prof. Dr. Wolfgang Schareck zum Thema „Glaube und Freiheit – Denn das Gesetz des Geistes, der da lebendig machet in Christo Jesu, hat mich frei gemacht von dem Gesetz der Sünde und des Todes." (Röm 8, 2).

  • Meeresstern

    Neue Meeresstern-Ausgabe erschienen

    Die neue und zweite Ausgabe des MEERESSTERNs ist erschienen.

    Die erste Ausgabe des Pfarreimagazins MEERESSTERN ist weiterhin hier lesbar!

    Wir wünschen viel Freude beim Lesen!

  • Gemeindeversammlungen 2019

    Ergebnisse der Gemeindeversammlungen

    Unsere Gemeinden versammelten Anfang 2019 sich zu fünf Gemeindeversammlungen. Neben einem Informationsblock ging es in den Gemeindeversammlungen vor allem um den aktuellen Ist-Zustand unserer Pfarrei.
    Für alle, denen eine Teilnahme nicht möglich war, finden sich hier die Folien der Präsentation.
    Außerdem finden Sie hier die Zusammenfassung der Ergebisse.

  • Stadtradeln

    Stadtradeln

    Die Stadt Rostock nimmt vom 05. Mai bis 25. Mai 2019 am STADTRADELN teil. Alle, die in der Stadt Rostock wohnen, arbeiten, einem Verein angehören oder eine (Hoch-)Schule besuchen, können beim STADTRADELN mitmachen.

    Auch die Christuskirche ist mit ihrem Team-Captain Schwester Birgit mit dabei.

    Mehr Informationen:

    TEAMERGEBNIS und aktueller Platz

    STADTRADELN-Star-Blog von Schwester Birgit

     

    (Bild: Peter Weidemann, in: Pfarrbriefservice.de)

  • Wahlforum Mai 2019

    Wahlforum Mai 2019

    Am 8. Mai 2019 fand im Gemeindesaal der Christuskirche Rostock ein Wahlforum mit sechs der Kandidaten für das Amt des neuen Rostocker Oberbürgemeisters statt. Mit dabei waren Dr. Sybille Bachmann (Wählergruppe Rostocker Bund), Steffen Bockhahn (Die Linke), Uwe Flachsmeyer (Bündnis 90/Die Grünen), Claus Ruhe Madsen (parteilos, empfohlen von CDU/FDP), Dr. Chris Müller-von Wrycz Rekowski (SPD) und Dr. Dirk Zierau (Unabhängige Bürger für Rostock). Das Video der Veranstaltung ist hier nachzusehen.

    Die rund 100 Veranstaltungsteilnehmer hatten die Möglichkeit in einer Testwahl ihrem Kandidaten ihre Stimme zu geben.

  • Fronleichnam 2019

    Rostocker Katholiken feiern Fronleichnam erstmals im Klostergarten

    Erstmals seit fast 70 Jahren feiern die Katholiken Rostocks das kirchliche Hochfest Fronleichnam wieder in der Innenstadt. Der Festgottesdienst unter freiem Himmel mit Erzbischof em. Werner Thissen findet am Donnerstag, 20. Juni 2019 um 10 Uhr im Klostergarten statt. Höhepunkt ist die feierliche Prozession mit der geweihten Hostie in einer Monstranz über Kleiner Katthagen, Kröpeliner Straße und Universitätsplatz zur Universitätskirche. Als Gast wird in ökumenischer Verbundenheit der zukünftige evangelische Bischof Tilmann Jeremias mit dabei sein und aus der Bibel lesen. Der Gottesdienst findet seinen Abschluss in der Kirche mit dem feierlichen Segen.

    Bisher feierten die katholischen Gemeinden in Rostock den Gottesdienst an Fronleichnam auf dem Neuen Friedhof. Nach der Sprengung der Christuskirche auf dem Schröderplatz 1971 fehlte den Katholiken zum einen der innerstädtische Gottesdienstort und zum anderen erlaubten die kommunistischen Machthaber diesen besonderen Festgottesdienst nur noch versteckt. „Ihr könnt da auf dem Friedhof feiern, das hat doch auch was mit Leichnam zu tun, wurde damals argumentiert", erklärt Pfarrer Dietmar Wellenbrock. Über die Jahrzehnte habe der Gottesdienst dann vor der Feierhalle dort stattgefunden. „Die Tradition der Rostocker Katholiken davor war aber Fronleichnam mitten in der Stadt, bei den Menschen zu feiern. Da knüpfen wir jetzt wieder an. Denn Kern dieses kirchlichen Festes sind nicht Tod und Trauer sondern der Aufbruch ins Leben."

    Fronleichnam heiße übersetzt nicht „frohe Leiche", sondern setze sich zusammen aus den althochdeutschen Wörtern „fron", was „Herr" bedeutet und für Jesus Christus stehe und „liknam", was „Leib" heißt. „Katholiken weltweit feiern an diesem Tag also den Leib des Herrn Jesus Christus, die Gegenwart Gottes und tun dies in aller Öffentlichkeit", so Pfarrer Wellenbrock.

    Besonderer Dank für die gute Zusammenarbeit bei der Organisation gilt der Hansestadt Rostock und Oberbürgermeister Roland Methling sowie dem Kulturhistorischen Museum, der evangelischen Fakultät der Universität Rostock, die den Kirchenraum zur Verfügung gestellt haben, und der Compagnie de Comédie/BÜHNE 602 für die Mitnutzung des Sommertheaters im Klosterhof.

    Die Predigt von Erzbischof em. Dr. Werner Thissen hier zum Nachlesen.
    Bericht vom 21.06.2019 und Bilder der Ostseezeitung.

  • Firmung 2020

    Firmung 2020 – Anmeldung bis zum 30.06.

    Wer firm ist, der kennt sich aus, dem macht keiner so schnell was vor.
    Wer gefirmt ist, der hat seinen Standpunkt in Sachen Glaube und Kirche gefunden, hat sich damit auseinandergesetzt, hat Selbstvertrauen dazu gewonnen, der steht immer fester in und zu seinem Glauben.
    Eines der sieben Sakramente der katholischen Kirche ist die Firmung. Es meint und bewirkt genau das, was wir mit dem Namen verbinden: Stärkung, Festigung und Sicherheit.
    Wer mit der Gabe des Heiligen Geistes gefirmt ist, der legt auch Zeugnis ab für Jesus Christus und bekräftigt sein Leben mit ihm. Das kostet vielleicht Mut, Kraft, Entscheidung und Entschlossenheit, schenkt jedoch auch die Gewissheit, dass da jemand ist, der Dich auf deinem Weg begleitet.

    Im kommenden Schuljahr wird es drei unterschiedliche Wege der Firmvorbereitung geben,
    Fahrt ins Bischof-Theissing-Haus nach Teterow
    Fußwallfahrt nach Schwerin
    Fahrt nach Taizé (Frankreich)

    Die Firmung ist nicht an ein bestimmtes Alter gebunden. Jeder Jugendliche kann nach der Vorbereitungszeit selbst entscheiden, ob sie/er gefirmt werden möchtest.
    Die vollständige Teilnahme eines Firmweges ist jedoch Voraussetzung dafür, die Firmung 2020 empfangen zu können. Prüfe daher vor Deiner Anmeldung die Termine, die am Infoabend bekannt gegeben werden. Du hast auch die Möglichkeit, in einem anderen Jahr gefirmt zu werden!

    Die Leitung der Firmwege haben Kaplan Roland Keiss, Elke Wolters, Katrin Nolting, Michael Hollmann, Ulrich Kakowski.

    Bei Fragen kannst Du Dich gerne die E-Mail-Adresse firmung@herz-jesu-rostock.de wenden oder uns persönlich ansprechen. Anmeldungen für die Firmvorbereitung 2020 sind noch bis zum 30.06.2019 möglich.

    Das Firmkatecheten-Team freut sich auf dich!

    Hier findest du das Infoblatt zu den drei Wegen und das Anmeldeformular.

  • Erstkommunion 2020

    Erstkommunion 2020

    Familien mit Kindern im Alter von 8–9 Jahren werden eingeladen, ihr Kind auf dem Weg zum Empfang der Hl. Erstkommunion zu begleiten. Die Vorbereitung findet in dem Schuljahr 2019/2020 in den Gemeinden Ribnitz-Damgarten, Bad Doberan und der Christusgemeinde in Rostock an mindestens sieben Treffen statt, dazu kommen weitere Aktionen, eine Fahrt und begleitende Gottesdienste. Ehrenamtliche Katechet(inn)en (Eltern und Gemeindemitglieder) werden die Kinder auf diesem Weg begleiten. Sie werden regelmäßig geschult.
    Die Termine für die Erstkommunion sind in der Christusgemeinde der
    10. Mai 2020, in der Gemeinde Bad Doberan der 17. Mai 2020 und in der Gemeinde Ribnitz-Damgarten der 24. Mai 2020. Nähere Informationen erhalten Sie bei Gemeindereferentin Lydia Kraut, kraut@herz-jesu-rostock.de bzw. ab 06. August 2019 unter der Telefonnummer 0151/54011718.

  • Spengung der Christuskirche vor 48 Jahren

    Spengung der Christuskirche vor 48 Jahren am 12. August 1971

    Ansprache beim Gedenken am Mahnmal am Montag, dem 12. August 2019
    Was will uns Gott durch dieses Ereignis sagen?

    Pfarrer Dietmar Wellenbrock, Pfarrer der großen Herz-Jesu-Gemeinde, hat mich gebeten, heute an diesem Gedenkort zu Euch/zu Ihnen zu sprechen, weil ich seit 1946 eng mit der Christuskirche verbunden bin. Damals kam ich mit vielen Flüchtlingen hier nach Rostock. Und wir suchten eine katholische Kirche für den Sonntagsgottesdienst. Ich erinnere mich: vom Lager aus Dierkow kommend suchten wir nach einer Kirche. Wir suchten daher nach einen Kirchturm: zunächst Marienkirche, dann Gebäude mit 7 Türmen (Rathaus) und landeten schließlich am Schröderplatz, also hier. Wir fanden aber keine Kirche, sondern einen Trümmerhaufen von einer Kirche, dahinter eine Notkirche.
    Die Christuskirche in Rostock am Schröderplatz war die größte katholische Kirche, die nach der Reformation in Mecklenburg am 24.10.1909 eingeweiht worden ist.
    Am 11. April 1944 ist hat sie gewaltige Bombentreffer erlitten.
    8 Menschen hat es im Keller dieser Kirche tödlich getroffen: 3 Priester, 2 Ordensschwestern 1 Gemeindereferentin und 2 Laien.
    Die Glaubenskraft der durch die Vertriebenen inzwischen stark angewachsenen großen Gemeinde hat die Kirche in atemberaubendem Tempo wieder aufgebaut, so dass sie bereits am 11. Mai 1947, also 2 Jahre später, ihren ersten Gottesdienst darin feiern konnte. (Am 17. Oktober 1948 war die Wiedereinweihung durch Bischof Wilhelm Berning, am 15. Mai 1949 die Konsekration des Altares.)
    Bis zum 12. August 1971, dem Tag der Sprengung durch die kommunistischen Machthaber, haben unzählige Menschen in dieser Kirche gebetet, Gottesdienste gefeiert.
    Viele Menschen sind dort getauft und gefirmt worden, haben dort die erste hl. Kommunion empfangen und sich das Eheversprechen gegeben.
    Mehrere junge Männer sind zum Priester geweiht worden, so auch ich am 21. Dezember 1962.
    Für viele Verstorbene ist in dieser Kirche das Requiem gefeiert worden.
    Der kürzlich verstorbene evangelische Pastor Willi Passig hat Recht, wenn er in einem Zeitungsartikel feststellte, dass die Sprengung dieser Kirche eine Wunde im Zentrum unserer Stadt Rostock gerissen hat.
    Heute ist der 48. Jahrestag der Sprengung dieser Kirche durch die kommunistischen Machthaber. Wir wissen: Es ging diesen kommunistischen Machthabern letztlich nicht um den Baukörper Kirche bei dieser Sprengung, sondern man wollte den Glauben der Menschen aus ihren Herzen sprengen!
    Wenn wir uns heute daran erinnern, haben wir uns am bescheidenen Mahnmal zur Erinnerung an diese Kirche versammelt. Es ist nicht der direkte Ort, an dem diese Kirche stand. Dort auf diesem Grundstück steht das Motel One. Diese Eigentümer sind uns sehr verbunden, indem sie den Grundriss dieser Kirche im Fußboden ihres Hotels und auf dem angrenzenden Bürgersteig deutlich eingelassen haben. Dafür sind wir sehr dankbar, weil sie uns in unserer Erinnerung an diese Kirche stärken. Neben dem Grundstück dieser Kirche haben wir uns versammelt, in dem wir uns erinnern lassen an die Sprengung dieser Kirche.
    Aber: Uns geht es hier nicht in erster Linie darum, uns erinnern zu lassen, wie es damals war, was zur Sprengung geführt hat. Sondern im Angesicht Gottes fragen wir uns: Was wollte und will Gott uns durch dieses schlimmen Ereignis der Sprengung unserer großen katholischen Kirche am Schröderplatz sagen?
    Ich meine, auf diese Frage folgende drei Antworten herauslesen zu können:

    1. Die erste Antwort: Das Kirchengebäude, jedes Kirchengebäude ist der Ort der intensivsten Begegnung Gottes mit den Menschen.
    Das sagt sich so leicht. Aber was heißt das denn eigentlich?
    In unserer sehr laut gewordenen Welt ist es schwer geworden, einen ruhigen Ort zu finden, an dem wir uns auf das Eigentliche, den Sinn unseres einmaligen Lebens besinnen können. Und doch suchen wir diese Stille. Für mich ist immer wieder erstaunlich, wie viele Menschen an vielen Orten hier in Mecklenburg bis in die kleinsten Dörfer bemüht sind um ihre Kirchen. Sie dürfen nicht verschwinden. Viel Mühe wird dafür aufgewandt. Deutliche Zeichen dafür, dass trotz der vielen Konsumtempel die Kirchen nicht verschwinden dürfen, weil wir Menschen auf der Suche nach dem Sinn des Lebens sind.
    Daher erinnern wir uns heute an diesem Ort, wo viele Menschen hier einen Ort der Stille zur Besinnung gefunden haben. Ein Ort der Begegnung des Menschen mit Gott. Und dafür sind wir dankbar!
    Denn: Der Mensch braucht konkrete Orte, an denen er Gott besonders begegnen kann!

    2. Die zweite Antwort/Aussage, was Gott uns durch die Sprengung der Kirche sagen will:
    Die alte Christuskirche stand am Schröderplatz, unübersehbar für die vorbeigehenden Menschen. Und unübersehbar waren die Menschen, die zu den Gottesdiensten die Kirche besuchten. 6 Gottesdienste an jedem Sonntag!
    Als Ersatz für diese Kirche ist nach der Sprengung eine neue Kirche mit einem Gemeindezentrum am Häktweg entstanden.
    Mit dieser neuen Kirche ist eine große Veränderung eingetreten. Sie steht nicht mehr an einem großen Platz im Zentrum. Besucher der Stadt Rostock haben große Mühe, diese Kirche zu finden. Sie steht im Verborgenen, abseits vom Zentrum.
    Ich frage: Will uns Gott durch diesen neuen Standort nicht auf etwas in dieser Zeit sehr Wichtiges für die Kirche und für uns Christen aufmerksam machen?
    Wir Christen als Kirche stehen heute in unserer Umwelt und in der Gesellschaft längst nicht im Mittelpunkt, im Zentrum des Lebens der Menschen! Oft wird die Stimme der Kirche und der Christen nicht gehört. Wir müssen uns schon sehr anstrengen, unserer Stimme Gehör zu verleihen. Vgl. Kriege, Benachteiligung der Leistungsschwachen usw.
    Das sollte uns aber nicht nur traurig machen, sondern ich bin fest davon überzeugt, dass Gott uns damit sagen will: Eine Kirche im Verborgenen ist besonders für die Menschen da, die keine Stimme haben, für die Benachteiligten in unserer Gesellschaft, für die Armen, für die Altgewordenen, für die Einsamen usw.
    Es gibt viele verborgene Nöte. Haben wir da nicht als Christen enorme Aufgaben, die wir wie unsere neue Kirche hier gleichsam im Verborgenen leben?
    Ich meine, die Stimme Gottes am neuen Standort herauszuhören: Seid (fühlt euch) verantwortlich besonders für die wenig beachteten Mitmenschen und ihre verborgenen Nöte!

    3. Und eine dritte Aussage Gottes meine ich von der Sprengung der alten Christuskirche herauslesen zu können:
    Damals vor der Sprengung der alten Kirche haben viele Menschen dagegen protestiert und sich gewehrt und dadurch große Nachteile erfahren. Warum haben sie das getan?
    Weil sie mit der Kirche gelebt haben, d. h. weil sie eine enge Verbindung zur Kirche als Glaubensgemeinschaft hatten, weil ihnen Gott sehr wichtig war.
    Und wenn wir uns beobachten, die wir die alte Christuskirche noch erlebt haben: Stellen wir da im Rückblick nicht fest eine große Verbundenheit? Warum? Weil wir uns dieser Kirche sehr eng verbunden fühlten. Sie bedeutete uns etwas!
    So meine ich, die Stimme Gottes an diesem neuen Standort für uns herauszuhören: Haltet enge Verbindung mit der Kirche! Gemeint ist die Kirche als Gemeinschaft der Glaubenden! Und welche Zuversicht und Hoffnung haben wir?
    Christus sagt: „Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende dieser Welt!"
    Sehr deutlich vor Augen geführt hat diese Zusage Christi ein Schaukastenplakat damals vor der alten Christuskirche. Drei Gräber waren darauf zu sehen. Auf den Grabsteinen standen die Namen Karl Marx, Lenin und Stalin. Und die Überschrift hieß auf diesem Plakat: „Hier ruhen die Leiber derer, die den Untergang der Kirche vorausgesagt haben!"
    Der Schaukasten wurde sofort zerstört, die alte Kirche später gesprengt – aber der Glaube lebt weiter in den Herzen der Menschen!
    (Prälat Josef Michelfeit) ­

  • Predigt zur HanseSail 2019

    Predigt zum HanseSail-Gottesdienst 2019

    Ich lebe auch an der Ostsee. Nur etwas weiter entfernt. In Lettland.
    Ich habe die Sommer meiner Kindheit in einem kleinen Fischerdorf verbracht, welches sich in der sogenannten "verbotenen Zone" in der Nähe der sowjetischen Grenze befand, einem Bereich, in den man nur mit Sondergenehmigungen hineingelassen wurde. Wir hatten zum Glück Verwandte die dort lebten, und so bekamen wir die benötigten Genehmigungen von den sowjetischen Behörden.
    Ich selbst bin ein Kriegsenkel, ich habe von meiner Familie schon in der Kindheit das Gefühl übermittelt bekommen, daß das Meer der Weg in die Freiheit, in den Westen ist, dieser Weg, den Hunderttausende Letten am Ende des 2. Weltkrieges gegangen sind, um den Repressionen, der Verschickung nach Sibirien, dem Tod und Elend der Sowjetbesatzung zu entgehen.

    Das Meer war für mich der erste reale Ausdruck für Begriffe wie Unendlichkeit, Freiheit, Rettung, Frieden, Sicherheit, Zuflucht.
    Es verkörperte die Botschaft: es existiert eine andere Welt, ein anderes Leben, wo du das sein darfst was du bist, wo du sagen darfst was du denkst, in der du frei und lebendig sein darfst, egal wie du bist.
    Durch das Leben in einem totalitären Regime wurde das Meer unvermittelt zu einer Metapher für Christus: Es kann dich zu einem neuen Leben und Freiheit führen.
    Ich weiß jetzt, daß, als ich als Kind in die Weiten Fernen des Meeres blickte, ich in mir die Sehnsucht nach der großen Realität, der großen Quelle, dem Urgrund alles Seins fühlte.

    Jesus sagt: "Ihr seid das Salz der Erde. Ihr seid das Licht der Welt".
    Auch wir haben in diesen Tagen Salz auf der Haut und auf den Lippen, etwas Salzgeschmack im Mund, wir werden von salzigem Wind umblasen.
    Aber stellen wir uns mal vor- Gott, nicht als "den allmächtigen Gott", nicht als den "lieben Gott", sondern als Salz, als Salzwasser, welches auf den Lippen brennt, als etwas was allem Geschmack, Sinn und Bedeutung verleiht, aber auch als etwas, was gleichzeitig unsere unbewussten Verletzungen und Wunden brennen läßt, etwas was durch alle unsere Pflaster und oberflächlichen Versuche zu besänftigen dringt, bis zur Wurzel hindurch, und aufweist, was in uns nach Heilung und Umsorgung verlangt.
    Wir sehnen uns nach der Weite des Meeres, nach Wind und Erfrischung, nach der Unversehrtheit und Wildheit des Meeres. Unsere Sehnsucht ist oft darauf gerichtet, an einen Platz zu gelangen, wo nicht alles zivilisiert und dem Touristen angepasst ist, nicht hübsch versehen mit Info- Brettern, sondern dem Menschen unangepasst und ungebändigt ist. Wir träumen davon, genau dort Energie für das Leben zu schöpfen, auf Schwierigkeiten zu treffen, etwas Wahrhaftiges zu erleben. Vielleicht ist das der Wunsch nach einem Wilden Gott? Nach dem, der dem Leben Geschmack gibt und auf den Lippen brennt?

    ​Der Glaube besteht zu sehr aus Vorhersehbarem und Bekanntem, aus abgerundeten Sätzen und abgeschlossenen Gedanken. Der Glaube sollte kein Gebilde des Verstandes sein. Vielleicht sollten wir es aus dem Bereich des Verstandes herausholen. Der Glaube sitzt seit zu langer Zeit in einem Zimmer mit elektrischem Licht und Klimaanlage. Vielleicht ist er auch deshalb oft so verkümmert und schwächlich.
    Ich denke oft an das Christentum der Zukunft- welches weniger im Verstand und mehr im Herzen wohnen wird, gestützt von Empfindungen, der Natur und der Körperlichkeit. ​Es wird weniger gezähmt und angepasst sein, nicht von hübschen gepflegten Fußwegen durchzogen, sondern eher wild, natürlich, echt sein.
    Wie das Salz, welches das Leben sinnvoll und lebenswert macht. Wie das Salz, welches Schmerzen dort aufweist, wo diese verleugnet und verborgen werden.
    Wie das Licht, welches beruhigt und einem hilft, sich in jeder Dunkelheit zurechtzufinden.
    Wie das Licht, welches blendet, wachrüttelt, und zu Existenz und Abenteuern herausfordert, das Licht, das dazu aufruft, diesen unbekannten, ungezähmten, nicht vorhersehbaren Weg zu gehen, der vor jedem von uns liegt,
    ​Jeder Mensch ist für den anderen ein solches Salz, ein solches Licht. Ein Seelenfreund. Jeder. So ist die Vision Jesu darüber, wie die Welt sein kann. Dieses ist die Vision Jesu über das Reich Gottes- nicht über ein Leben nach dem Tod, sondern dem Leben hier im Diesseits- sinnvoll, vollwertig, schön, glücklich - im Jetzt.
    An wen ​richten sich denn sonst diese Jesu Worte: "Ihr seid das Salz der Erde. Ihr seid das Licht der Welt"?​
    Paul Smith, ein Bahnbrecher des Christentums der Zukunft betont, daß sowohl Matthäus als auch Lukas in ihrem Evangelien hervorheben, daß, beim Erklingen dieser Worte, eine große Menschenmenge und eine große Jüngerzahl anwesend war. Diese Worte wurden nicht nur von einigen wenigen Jüngern Jesu, nämlich seinen engsten Mitläufern gehört, sondern von einer großen Zahl Jünger, möglicherweise mehreren Hundert. Und außer ihnen hörten sie eine noch größere Ansammlung - mehrere Tausend Menschen.
    ​Ich bezweifle, daß es um Jesu herum eine abgegrenzte Fan-Zone gab, die die einigen Hundert Jünger von der tausend-köpfigen Menschenmenge abgrenzte. Als Jesus sprach, richtete Er sich an alle. Er sagte nicht, was jetzt folgt, bezieht sich nur auf meine Jünger, die in der ersten Reihe sitzen.
    Er sagte das auch nicht vor dem Spruch "Ihr seid das Salz der Erde".

    ​Wir sind daran gewöhnt zu denken, daß diese Worte spezifisch an die Jünger Jesu gerichtet waren. ​Das ist nicht so.
    Es wird ja allgemein angenommen, daß genau die Christen dieses Salz der Erde sind​, daß es im Besonderen sie sind, die die Aufgabe haben, den Geschmack der Realität zu schaffen, und Licht in diese Welt bringen. Das ist nicht so.
    Jesus trennte seine Jünger nicht von der allgemeinen Menschenmenge ab. Nicht einmal von jenen, die eingetroffen waren aus den Provinzen von [ Tira und Sidon]​, welche grosse Zentren des Kanaanischen Heidentums waren, Städte, die vor griechischen und römischen Gottheiten nur so wimmelten und in denen barbarische Rituale in Tempeln, die diesen Gottheiten gewidmet waren, vollzogen wurden. Ungeachtet dessen sagte Jesus zu allen diesen Menschen: "Ihr seid das Salz der Erde".
    Die Jünger Jesu waren sich noch nicht im Klaren darüber, wer Jesus denn eigentlich ist, sie waren nicht einmal getauft. Sie hatten keine Ahnung von den Grund-Doktrinen des christlichen Glaubens sowie von den Glaubensbekenntnissen, die erst Jahrhunderte später formuliert werden sollten. Zu diesem Zeitpunkt waren sie einfach Leute, die Jesus folgten, gar nicht so sehr unterschiedlich von den anderen anwesenden Zuhörern.

    Es ist nicht leicht sich vorzustellen, als heutiger Christ, Pastor oder Prediger der christlichen Kirche, eine Menschenmenge von Tausenden Anwesenden, unter denen nicht ein einziger Christ ist, mit den Worten anzusprechen: "Ihr seid das Salz der Erde und das Licht der Welt".
    Menschen, unter denen Atheisten und Mitglieder anderer Glaubensrichtungen sind, einige vielleicht an Jesus interessiert, aber auf eine verdächtige, esoterische Weise, andere Agnostiker und hartgesottene Materialisten, und all denen würde gesagt werden: "Ihr seid das Salz der Erde und das Licht der Welt". Ziemlich unwahrscheinlich.
    Denn wir sind ja der Ansicht, daß nur die Christen das Licht der Welt sind, und selbst von denen wahrscheinlich doch nicht alle. Wenn schon so etwas verkündet wird, müsste zunächst sorgfältig unterschieden werden, wer nun das Salz ist und wer nicht.
    Jesus jedoch tut das nicht.

    Er sagte diese Worte (und nicht nur einmal! ) zu allen, die anwesend waren. Er sagte sie zu Menschen unterschiedlicher, religiöser, politischer und ethischer ​Überzeugungen, von denen viele zu Jesus einfach als zu dem nächsten Wunderheiler gekommen waren, nachdem sie über dessen Wirken allerlei Wundersames gehört hatten. Zu Menschen, die einem anderen Glauben angehörten, einem sehr falschen zudem! Zu Menschen, die dem Bodensatz der Gesellschaft angehörten, Menschen von fragwürdiger Moral.
    Die Menschenmenge war voll von solchen, die nach den damaligen religiösen Regeln von Gott geächtet waren, inakzeptable, abtrünnige, von Kirche und Gesellschaft verstoßene Menschen. An diese Menschen richtete sich Jesus und sagte: " Ihr seid das Salz der Erde".
    ​Ist das überhaupt vorstellbar? Was würde mit unserem christlichen Glauben geschehen, wenn wir dieses tatsächlich bis zu den Tiefen unseres Herzens begreifen würden? ​
    Dann würde jegliches "wir und die anderen", alle Privilegien, Überlegenheitsgefühle zusammenbrechen, jegliche Möglichkeiten, auf andere von oben herab zu blicken, verschwinden - sei der Grund religiöse Unterschiedlichkeiten, Lebensweise, oder irgendetwas anderes. Denn jeder ist das Salz der Erde. Und kein Salzkorn ist besser, heiliger, geliebter, wertvoller als ein anderes. Jeder. Es gibt keine Ausnahme.
    Die einzige Forderung ist, dieses Salz nicht in dem eigenen Salzbehälter zu verstecken. "Damit euer Salz nicht nutzlos ist"- spricht Er. Jesus fordert uns auf, uns dessen bewußt zu werden, was wir, ein jeder, bereits sind.

    ​Gott lebt in jedem: im Hinduisten, im Christen, im Buddhisten, im Atheisten, im Straight, im Gay, im Guten, im Schlechten, im Bösen.
    Gott ist wie Licht und wie Salz in jedem von uns. Immer enthalten in uns. Das ist uns nie verloren gegangen und wird uns nie verloren gehen. ​Wir müssen es uns nicht erringen. Wir können es nicht verdienen. Und wir können es auch nicht verlieren, denn das ist Gottes Teil in uns, Gottes Mitte in uns.
    Ein Teil Gottes in uns, welches von Gott nie verlassen wird, denn: Er kann Sich nicht Selbst verlassen.
    Es ist nur schwer für uns, das zu glauben.
    ​Zu glauben, daß der göttliche Strom in uns lebt hinter allen unseren inneren Verstrickungen. In uns ist Gott, jedoch so klein, als wäre er noch in Windeln gewickelt.
    Die Psychologie benutzt den Begriff der Projektion. Das, was wir in uns selbst nicht annehmen, ausstehen oder ertragen können, das projizieren wir auf andere.​ Deshalb sollten wir sehr vorsichtig sein, wenn uns Eigenschaften bei anderen sehr missfallen oder gar ärgern, denn es ist möglich, daß es sich dabei um Eigenschaften handelt, welche wir in uns selber nicht annehmen können.
    Könnte es jedoch möglich sein, daß wir nicht nur das unerträglich Schlechte in uns auf andere projizieren, sondern auch das unerträglich Gute? ​Vielleicht erscheint uns deshalb Jesus allein so göttlich, so heilig, weil wir noch nicht in der Lage sind, uns unsere eigene göttliche Natur, die vergraben liegt unter Verstrickungen unseres Ego, bewusst zu machen?
    Wir sind noch nicht dazu fähig, dieses bewusst wahrzunehmen, deshalb sehen wir das nur in Jesus, auf sehr, sehr hervorgehobene Weise.
    In jedem Menschen ist Christus. "Christus ist ein anderes Wort für Alles was ist", so sagt der Franziskaner Richard Rohr.
    Das Meer, der Wind und die Sonne helfen uns sehr, Gott in uns selbst zu erkennen. Wenn wir davon umgeben sind, ahnen wir, daß wir aus dem Selben gemacht sind. Das Wasser, welches im Meer ist, ist auch in uns. Der Wind, der außerhalb von uns bläst, der ist auch als Atem in uns. Und von uns strahlt, wenn auch nicht so stark, Wärme, wie von der Sonne.

    ​Und wir ahnen, daß wir dazugehören. Nichts ist vollendet. Nichts ist fertig. Gott tut seine Arbeit. Wir sind ein Teil davon. Das Leben geschieht. Gott atmet und wir atmen. Was auch immer geschehen mag, Freude oder Kummer, Trauer oder Lachen, ob wir gesund sind oder krank, wie auch immer die Welle ist, auf der unser Leben reitet, das Meer bleibt unverändert, keine Welle kann es wegschwemmen. So gehören auch wir zu etwas Beständigem, Unerschöpflichen, nicht Endendem.
    Und dieses Gefühl ist nicht schlecht. Dieses Gefühl ist gar nicht schlecht.

    (Linards Rozentāls)

 
powered by webEdition CMS