Ringvorlesung

Was geschieht, wenn ein Mensch stirbt? Bedeutet der biologische Tod das Ende seiner Existenz oder gibt es ein Leben nach dem Tod? Fragen wie diese sind seit jeher Gegenstand menschlichen Nachdenkens. Ein zentrales Motiv dieses Nachdenkens ist der Gedanke der Unsterblichkeit, der tief in der Kultur- und Denkgeschichte der Menschheit verankert ist und sich in verschiedensten Facetten zeigt. So findet sich der Glaube an eine postmortale Existenz als ein Kernelement religiöser Wirklichkeitsdeutungen in unterschiedlichen Ausformungen wie z. B. in der christlichen Auferstehungshoffnung oder in dem Konzept der Wiedergeburt. Aber auch jenseits religiöser Vorstellungen bleibt die Frage nach Unsterblichkeit Gegenstand aktueller Diskussionen: in philosophischen Reflexionen zur Unsterblichkeit der Seele, in der Diskussion über die Bedeutung menschlicher Grenzerfahrungen wie den sog. Nahtoderfahrungen und in utopischen Entwürfen, die eine technische oder digitale Unsterblichkeit postulieren.
Die Ringvorlesung der theologischen Fakultät der Universität Rostock möchte diese unterschiedlichen Facetten von Unsterblichkeit durch ausgewiesene Experten beleuchten und so neue Perspektiven auf die alten Menschheitsfragen nach Leben, Tod und Unsterblichkeit ermöglichen.

Die Themen und Termine:

Nahtoderfahrungen und verwandte Phänomene als Themen der Wissenschaft: neue und alte Perspektiven der Thanatologie Prof. Dr. Enno Popkes (Kiel) am 06.12.2022

Die Katastrophe des Sterbens. Erfahrungen und Intuitionen im Hinduismus und Buddhismus als Kontraste zur christlichen Auferstehungshoffnung
Prof. Dr. Michael von Brück (München) am 17.01.2023

Postmortale Fortexistenz moralischer Wesen: eine These philosophischer Theologie?
Prof. Dr. Holm Tetens (Berlin) am 24.01.2023

Alle Vorlesungen finden jeweils um 19.15 Uhr in der Aula des Universitätshauptgebäudes statt (Universitätsplatz 1, 18055 Rostock)

Aktuelle Informationen zur Ringvorlesung unter:
https://www.iph.uni-rostock.de/mitarbeitende/homepage-tobias-mueller/ringvorlesung/



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