• Limitierte Gedenkbriefmarke zur Sprengung der Christuskirche vor 50 Jahren

    Limitierte Gedenkbriefmarke zur Sprengung der Christuskirche vor 50 Jahren

    Zum Jahrestag der Sprengung der alten Christuskirche hat die Pfarrei in limitierter Auflage eine Gedenkbriefmarke drucken lassen.

    Diese ist ab Montag, den 14.06.2021 im Gemeindebüro der Christusgemeinde gegen eine Spende von 4,50 € zu erstehen.

  • Ton- und Bildaufnahmen

    Ton- und Bildaufnahmen

    • Aufnahme von der letzten Messe in der alten Christuskirche am 10.06.1971: MP3 (60 MB)

    • Bildergalerie:
  • Termine im Jubiläumsjahr

    Termine im Jubiläumsjahr

    • 19. April 2021, 19.30 Uhr, Livestream: Vortrag „Aus den Augen, aus dem Sinn? – 50 Jahre Sprengung der Christuskirche", Referent Dr. Georg Diederich
    • 12. August 2021

    10.00 Uhr Podiumsgespräch mit Zeitzeugen und den 11. Klassen in der weiterführenden Don-Bosco-Schule

    18.00 Uhr Gedenkstunde am Schröderplatz

    Ausstellung zur alten Christuskirche im Vorraum der neuen Christuskirche

    • 15. August 2021
: 10.30 Uhr Freiluftgottesdienst anschließend Begegnung von „Jung & Alt" rund um die Christuskirche
  • Zeitzeugen

    Zeitzeugen

    Wieland Eschenburg: CHRISTUS – Rostock/Cottbus 2014 – Ziegelstein und Eiche – Höhe: 50,5 cm Breite: 19 cm Tiefe: 8 cm

    "Am 12. August 1971 wurde die Christuskirche in Rostock gesprengt. Fassungslos stand ich als 12-jähriger mit meinen Eltern auf dem Dach im Friedhofsweg 11, dem Haus, in dem wir damals wohnten, und wir sahen von dort diesem Frevel zu. An einem der Tage danach sammelte ich mir einen Stein von dem Gesprengten als Erinnerung und legte ihn in meine Schreibtischschublade.
    Vor drei Jahren brachte mir Schwager Uwe vom Holzfällen ein Stück Eiche mit, dessen Struktur ihm zum Verbrennen zu schade war. Sofort war meine Assoziation bei dem Stein in meinem Schreibtisch. Jetzt habe ich die Eiche vom verwurmten Splintholz befreit und beides zusammengebaut." (Wieland Eschenburg)

  • Geschichte

    Geschichte der Christuskirche

    Im Jahre 1909 wurde am Schröderplatz die erste Christuskirche geweiht. Die größte katholische Kirche Mecklenburgs war ein prachtvoller neogotischer Klinkerbau, entworfen vom Geheimen Baurat Ludwig Möckel. Das 42 m lange dreischiffige Bauwerk mit Kreuzschiff verfügte über einen 68 m hohen Turm. Damit gehörte die Christuskirche zu der berühmten Stadtsilhouette Rostocks der Vorkriegszeit.

    (Die erste Christuskirche am Schröderplatz)

    Im 2. Weltkrieg ging fast die gesamte Innenstadt unter. Auch die Christuskirche wurde stark beschädigt. Unter großen Mühen begann nach 1945 der Wiederaufbau. Die Kirche entstand in stark vereinfachter Form wieder. Prägend für diese Zeit war das Satteldach auf dem Turmstumpf, das an betende Hände erinnerte. 

    (Die Christuskirche nach dem Wiederaufbau)

    Schließlich fiel das Kirchengebäude den überzogenen Stadtplanungen für ein sozialistisches Zentrum zum Opfer. Trotz massiver Proteste wurde die Kirche als ein Akt politischer Willkür am 12. August 1971, zwei Monate nach der Weihe der neuen Christuskirche, gesprengt. Ihr ehemaliger Standort diente bis Anfang der 2010er Jahre als Parkplatz. 

    (Die Christuskirche 1971 kurz vor der Sprengung)

    Nach Neubebauung des Grundstückes mit einem Hotel wurden 2014 die Umrisse der Kirche in das Gewegpflaster und die Hotellobby eingelassen. Darüberhinaus erinnert seit 2009 ein Mahnmal an die alte Christuskirche.

    (Die neue Christuskirche)

    Die neue Christuskiche am Rande des Lindenparks ist ein moderner Kirchenbau mit angeschlossenem Gemeindezentrum. Das Gebäudeensemble wurde ab 1970 gebaut und bereits am 12. Juni 1971 eingeweiht. Die eigentliche Kirche hat einen quadratisch abgerundeten Grundriss und ist in den Diagonalen zentral ausgerichtet. Das freitragende Dach ist als hyperbolische Schalenkonstruktion aus Stahlbeton ausgeführt. Die Innengestaltung greift die Vorgaben des II. Vatikanums auf. Die leicht erhöhte Altarinsel wird im Halbrund von den Bänken umgeben, die 400 Personen Platz bieten. Die großzügig angelegten Gemeinderäume gestatten ein umfangreiches Gemeindeleben.

    (Text: Christoph Hammer, Bilder: Pfarrarchiv)

 
powered by webEdition CMS